Kennedy-Center, Washington, Mai 1992, Soli (u.a. Wigman, Hoyer, Palucca)A Solo Master of ExpressionismThe Washington Post (Alan M. Kriegsman), May 11,1992A few moments of watching dancer-choreographer
Arila Siegert
at the Kennedy Center Terrace Theater in a solo program of German
expressionist dance, was all it took to conclude
that this is an
exceptional artist. Seeing someone
move with such exquisite stealth, subtlety and expressive
amplitude is rare. Such qualities reveal themselves in the
smallest inflections of weight or shape and rare easily
perceived in a few brief phrases. Though it was common in the
early decades of the century, the solo dance recital is
frequently met with nowadays. It takes a special kind of
courage to get there alone and, as in Siegert's case, with no
scenery and modest accouterments, and hold the stage for an
evening. Siegert's command of herself, her material and her
audience was an inspiring sight. It was heartening too to see
the crowd reacting both to Siegert and an unfamiliar
and challenging program with such unbuttoned
approval.
The Kennedy Center Tribute to GermanyDance Magazine (George Jackson), September 1992...Central European Modern dance was
represented by Arila Siegert... This concert ... began
with Mary Wigman's retirement solo, Abschied
und Dank (Farewell and Thanks). The
dancer used her long, supple frame to imbue the
choreographer's simple, elegant statements with a lyric
continuity that worked well though differing from the solidly
built, emphatic Wigman's own propulsion. Hebbeltheater, Berlin, Okt.1997, Hoyer Afectos humanosRuckelnde MechanikDer Tagesspiegel (Sandra Luzina) 11.Okt.1997...eine Einzelgängerin war auch Dore Hoyer. Ihren Zyklus Afectos humanos schuf sie 1962. Arila Siegert beeindruckte durch Rekonstruktion der vertanzten Affektenlehre... Bohner, Hoyer, Miller rekonstruiertBerliner Zeitung (Michaela Schlagenwerth), 11.Okt.1997...Arila Siegerts...Bemühungen um Dore Hoyers Tanzzyklus Afectos humanos, für die Siegert den Deutschen Kritikerpreis für Tanz erhalten hat... - ganz einfach, ganz klar und sehr nah scheinen die Vorgänge noch bei Dore Hoyer...: Welche Bewegung löst welches Gefühl aus und wie setzt sich das Gefühl wiederum in körperliche Bewegung um? Eine Wechselwirkung, die so wie Arila Siegert die Afectos humanos tanzt, geradezu körperlich sichtbar wird... 25.Nijinski-Gala des Balletts der Hamburger Staatsoper - Wigman HexeSo kommt der Bolero in die PuschenDie Welt (Kläre Warnecke), 13.07.1999...Umwerfender allerdings Arila Siegerts Mary-Wigman-Ehrung mit dem Hexentanz II - einer böswitzigen Hexen-Apotheose zu Schlagzeug-Soli, wie sie die Wigman favorisierte. Mit expressionistischen Bizarrerien aufgeheizt, schlug sich in Siegerts Wigman-Interpretation ein bis ins Sarkastische gesteigerter Ausdruckswille Bahn... Kühler Faun und heiterer BoleroHamburger Morgenpost (E.Rossmann), 13.07.1999...ganz modern hingegen Arila Siegert in Wigmans Hexentanz II... Neumeier gibt Rückblick und Ausblick auf den Tanzdpa / Rheinische Post...gegen diese Konvention und das Korsett der akademischen Schule revoltierten in den Zwanzigern drei "starke Frauen", so Neumeier: Isadora Duncan, Mary Wigman und Martha Graham. Arila Siegert betonte in Wigmans Hexentanz II Ausdruck und Schwere des Körpers wie die Nähe zum Boden, Fanny Gaida in Grahams "Lamentation" die im klassischen Ballett verpönten Körperschwünge und skultpural gebrochenen Linien... Menschliche Gefühle und groteske BilderArila Siegert tanzt die Afectos Humanos und die Ursonate bei den Internationalen Oldenburger Balletttagen 2001Christoph Kutzer in NordWestZeitung, 22.März 2001Die Berliner Tänzerin und
Choreographin Arila Siegert sieht den
Ausdruckstanz,
jenes Genre, dem sie sich solistisch seit den
80er-Jahren widmet, dem Verdacht der
"Gefühlsduselei" ausgesetzt. Im Kleinen
Haus des Oldenburgischen Staatstheaters gelingt
es ihr an diesem Abend eindrucksvoll, alle Vorurteile,
die dieser Kunstform gegenüber bestehen, auszuräumen. Gelebte AffekteGastspiel Weimar 20.April 2001, Frauke Adrians in Thüringer Allgemeine, 23.April 2001...Arila Siegert...zog mit den
Afectos
humanos das Publikum im Weimare E-Werk
in ihren Bann. Unmittelbarer kann
Ausdruckstanz kaum sein: Körpersprache, künstlerisch überformt, aber intensiv wie
der Affekt selbst. Es ist, als sei der Zyklus Arila Siegert auf den Leib geschrieben.
Sie lebt die Afectos... Gastspiel Dresden zum TANZherbst, 26.Okt.2001Glanzvolles der AusdruckstänzerinTANZherbst 2001 beendet: Soloabend mit Arila SiegertUrsula Fuchs-Materny und Bistra Klunker in Dresdner Neueste Nachrichten, 29.10.2001Die Tänzerin und Choreographin Arila Siegert hat in Dresden unverwischbare
Spuren hinterlassen. Fast zehn Jahre ist es her, dass sie der Stadt den
Rücken kehrte, um in Dessau, Berlin, Salzburg ihren Weg fortzusetzen. Sie
betreibt seit Jahren eine rege "Wiederbelebung" ihrer Vorbilder Mary Wigman,
Gret Palucca und Dore Hoyer, indem sie deren Arbeiten rekonstruiert und
tanzt. Ihre Bedeutung für die moderne Tanzkunst kam in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung deutlich zum Ausdruck - die "vielleicht letzte
Ausdruckstänzerin überhaupt" wurde dort Arila Siegert genannt. In dem
relativ bescheidenen Rahmen des TANZherbst-Festivals gastierte sie nun mit
einem zweiteiligen Soloprogramm. Die Freude des Dresdner Publikums war groß
- zu groß für die kleine szene, so dass etliche Interessierte draußen
bleiben mussten. *** Körper und Gesicht zeigenEigenes Urteilen war gefragt beim gestern beendeten Dresdner TANZherbstVon Gabriele Gorgas und Uwe Salzbrenner in Sächsische Zeitung, Montag, 29. Oktober 2001Nun hat es sich zu einem der kleineren Festivals in Dresden gemausert, das den Namen auch verdient. Mit bislang vier Jahrgängen, dem sich langsam formenden Konzept zu choreografierenden Frauen und insgesamt mehr Qualitäten beweist der Dresdner Tanzherbst deutlich Lebenswillen. Und findet vor allem auch Publikum. Das belegt die Ausgabe 2001: Alle fünf Aufführungen in der Kleinen Szene waren bestens besucht, werden auf Grund der Nachfrage teils sogar kurzfristig erneut in diesem Hause aufgeführt... Erfolgreiche Heimkehr für Arila Siegert ...Den Zyklus Afectos humanos, eine
Rekonstruktion nach Dore Hoyer, hatte Arila Siegert bereits 1989 aufgeführt,
in Dresden zuletzt 1993. Zum "Tanzherbst" gab es die Reprise. Gefühle zwei
Mal als anrührende wie deutliche Bewegungsstudien. Angst kommt gramgebeugt,
flüchtet, gibt sich preis. Liebe ist Zwiesprache der Hände, sanftes Wiegen,
Pirouette im Licht. Die ersten drei Szenen führte sie schneidig vor, doch
nervös. Ihr Tanz kam von den Zehenspitzen runter bis zum wütenden Trampeln.
Er war hier die halbe Sicherheit, die karge Musik des Dimitri Wiatowitsch zu
lesen, kaum Alphabet alltäglicher Gesten. Vermutlich liegt das an der
pathetischen Vorlage, und Eitelkeit hat immer Begierde und Begierde Hass in
sich... Bissiges und PopuläresNotizen zum Dessauer Weill-Fest in: Frankfurter Rundschau, 17.März 1998 (Andreas Hauff)...So präsentierte die Bauhaus-Bühne ... Auszüge aus ihrem Tanz-Theater-Repertoire: Arila Siegerts szenische Umsetzungen von Kurt Schwitters Franz Müllers Drahtfrühling und des Rondos aus seiner Ursonate machten mit der Hatz auf den Außenseiter und der Darstellung des Volksredners in dadaistischer Verfremdung auf packende Weise zwei gesellschaftliche Phänomene sichtbar, die die Realität der Zwanziger Jahre sichtlich prägten - in der Darstellung komisch und bedrohlich zugleich... Das Bauhaus tanzt in der AkademieVolkmar Draeger in Berliner Morgenpost, 22.Okt.1998...Den überzeugendsten Beitrag des 70minütigen Programms bot Arila Siegert mit ihrer Soloversion Ursonate nach Kurt Schwitters. Vor blau grundiertem Spalt im schwarzen Samtvorhang steht hinter einem Rednerpult eine weiße Gestalt mit Mundschutz und grellrotem Mund. Wild gestikuliert sie, sucht mit großer körperlicher Eloquenz das Auditorium von etwas zu überzeugen. Schwitters' semantisch sinnloses Lautgewitter, seine Buchstabensalven aus rollenden Konsonanten und gedehnten Vokalen treiben die Gestalt an. Das Katheder wird dabei von der Sprechbühne zu Kahn, Sarg und kargem Refugium. Arila Siegert als Demagoge, Verführer und Angsthase, ironisch, komisch, grotesk, zieht alle Register des ausdrucksmächtigen Solotanzes. |
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